Chronik

Chronik vom Siedler- und Eigenheimerverein Weissenstadt.

Im Frühjahr 1963 ließ die bayerische Heimatstätten GmbH München, durch die Stadtverwaltung Weißenstadt zur Errichtung von 8 Siedlerstellen aufrufen. Es konnten sich Interessenten, vor allem kinderreiche Familien melden. Von denen die sich meldeten, wurden die 8 Anlieger des heutigen Wiesenweges ausgesucht.

Es waren: Anton Gesell, Hans Döhler, Hans Ackermann, Christoph Ackermann, Adam Judas, Johann Pausch, Heinrich Illing und Wilhelm Lieberwirth. Die einzelnen Baustellen wurden durch Verlosung zugeteilt. Ungefähr ein Zehntel der Gesamtkosten mussten durch Eigenleistung aufgebracht werden. Ausschachtungen der Baugrube sowie Kanalisation und Wasserleitung, außerdem auch Anfuhr von Baumaterialien fielen unter den Begriff Eigenleistung. Nach all den Mühen und Anstrengungen während der Bauzeit konnten im November desselben Jahres die ersten Siedlerstellen, wie es damals hieß, freudig bezogen werden.

Unter denselben Umständen und Voraussetzungen, wurden im darauffolgenden Jahr, also 1937 vier weitere solche Häuser in der Badstraße errichtet. Es waren die Familien Braun, Schindlmeyer, Jennermann und Knopf.

Im Frühjahr 1937 wurde die Siedlergemeinschaft Weißenstadt/Bayrische Ostmark gegründet. Zum ersten Gemeinschaftsleiter wurde Anton Gesell gewählt, als Kassier fungierte Hans Knopf, Schriftführer war Hans Döhler. Die Siedlerfrauen gründeten im Frühjahr 1940 eine Frauengruppe in der Gemeinschaft, die sich mit der richtigen Verwertung von Obst, Gemüse und dergleichen befasste. In den Kriegsjahren blieb der Mitgliederstand stabil.

Am 18. Januar 1948 konnte nach langer Pause wieder eine Generalversammlung abgehalten werden, in deren Verlauf  Anton Gesell wieder als Gemeinschaftsleiter gewählt wurde. Hans Döhler wurde als Schriftführer bestätigt und Georg Grimm als neuer Kassier gewählt.

In den 50er Jahren konnte die Siedlergemeinschaft infolge reger Bautätigkeit in der sogenannten „Badsiedlung“ ihre Mitgliederzahl erheblich vergrößern. Die gewählte Vorstandschaft blieb von kleinen Änderungen abgesehen bis zum Jahr 1960 im Amt. Im selben Jahr wurde Werner Gebhardt 1. Vorsitzender und die Siedlergemeinschaft Weißenstadt in „Siedlervereinigung“ Mitglied im Bayerischen Siedler- und Eigenheimerbund e.V. umbenannt. Werner Gebhardt war bis zum Jahr 1966 Vorsitzender.

Nach einem halben Jahr kommissarischer Vereinsführung wurde im Juni 1966 eine neue Vereinsführung gewählt. Erster Vorsitzender wurde Karl Meyer, sein Stellvertreter Anton Gesell, Kassier August Kißlinger und Schriftführer Heinz Lutter.

Aufgrund des anhaltenden Bau-Booms und der großen Aktivität der Vorstandschaft vergrößerte sich die Mitgliederzahl von Jahr zu Jahr. Bei der Generalversammlung am 21. Februar1970 wurden die Gründungsmitglieder Anton Gesell und Hans Döhler zu Ehrenmitgliedern ernannt. Wieder gewählt wurde als 1. Vorsitzender Karl Meyer. Die Mitgliederzahl hatte sich inzwischen auf 113 erhöht.

Im Jahr 1977 feierte die Siedlervereinigung Weißenstadt ihr 40-jähriges Vereinsbestehen.
Erster Vorsitzender Karl Meyer führte die Siedlervereinigung Weißenstadt bis zum Jahr 1982. Unter seiner Vereinsführung wurde der gesellige Teil im Verein erweitert. Es wurden die Siedlerweihnachtsfeier, der Siedlerfasching, das Kaffeekränzel im jährlichen Wechsel mit dem Vereinsausflug.

Bei der Jahreshauptversammlung 1982 wurde eine neue Vorstandschaft gewählt. Erster Vorsitzender wurde Klaus Hamsch, zweiter Vorsitzender Siegfried Müller, Kassier August Müller, Unterkassier Hans Sommerer, Schriftführer Willy Pöhlmann und Gerätewart Karl Döhler. Verwaltungsratsmitglieder waren Karl Meyer, Heinz Bauernfeind, Hans Döhler, Anni Schumann, Heinz Adam und Robert Hoffmann. Revisoren waren dann Erich Hilpert und Erich Rubner. Noch im selben Jahr wurde der Verein in Siedler- und Eigenheimerverein e. V. Weißenstadt umbenannt und ins Vereinsregister eingetragen.

1982 wurde der langjährige erste Vorsitzende Karl Meyer zum ersten Ehrenvorsitzenden ernannt. Erstmals fand 1983 ein Siedlersommerfest an der Gründungsstelle im Wiesenweg statt. Es wurden 700 Preise verlost. Die Mitgliederzahl hat sich inzwischen auf 150 erhöht. Der Schaukasten an der Ecke Lohbrunnen/Gartenstraße wurde aufgestellt. 1984 hielt Dieter Bruckner einen informativen und sehr gut besuchten Vortrag über Schwammerl. 1985 begannen die Grundstücksverhandlungen zum Bau eines Blockhauses für den Verein. Das Grundstück wurde dann in der Badstraße beim Kinderspielplatz gefunden und mit der allseits beliebten Siedlerhütte bebaut. Zu den beliebten Weihnachtsfeiern des Siedlervereins kamen schon mal  140 Mitglieder und Gäste. Ein Vereinsausflug führte nach Wien.

1986 übernahm Walter Herrmann den Vorsitz des Siedlervereins. In diesem Jahr hat der Verein die Baugenehmigung für die Vereinsunterkunft erhalten.

Mit einem großen Festumzug wurde an Pfingsten 1987 das 50-jährige Bestehen des Siedler- und Eigenheimervereins gefeiert. Auch die Einweihung der Siedlerhütte fand im Jubiläumsjahr statt.

Im Jahr 1988 wurde der Kommissarische Vorsitzende Walter Herrmann zum Vereinsvorsitzenden wiedergewählt. Das auch jetzt noch so beliebte Osternester suchen wurde für die kleinsten Siedler eingeführt.

Ein großartiges Straßenfest fand anlässlich 50 Jahre Heimstättenweg im Jahr 1989 statt  und schweißte die Siedler noch mehr zusammen.

Die Wahlen im Jahr 1991 erbrachten folgendes Ergebnis: Vorsitzender Walter Herrmann, Zweite Vorsitzende Renate Simmerl, Schriftführerin Christa Bringezu und Kassier August Müller. Der Verein wuchs nunmehr auf 164 Mitglieder. Der Beitrag wurde um 50 Pfennig angehoben und betrug jetzt 36 Mark. Die beliebten Vereinsfahrten führten in die Lüneburger Heide, ins Sauerland oder auch Allgäu. Der Preisschafkopf konnte mit 36 Kartern aufwarten.

1997 wurde das Gründungsmitglied Hans Döhler zum 60. Jubiläum des Vereins geehrt. Walter Herrmann wurde wieder zum Vorsitzenden des Siedler- und Eigenheimervereins gewählt. Sein Stellvertreter wurde Heinz Hoffmann, Schriftführerin Hannelore Kade und Kassier Thomas Schumann. In den Verwaltungsrat wurden Ute Schmidt, Rainer Lenk, Willy Pöhlmann, Klaus Hamsch, Peter Kaufmann, Helmut Flügel und August Müller beordert.

Zum Andenken an Gründungsmitglied Hans Döhler wurde im Jahr 2003 ein Ahornbaum auf dem Siedlergelände gepflanzt. Auch in diesem Jahr wurde Walter Herrmann als Vorsitzender bestätigt. Im selben Jahr schied Horst Strahlendorff  aus und Johann Freudlsperger wurde 2. Vorsitzender. Günther Kothe wurde Schriftführer dessen Stellvertreterin Beate Bühnemann. Thomas Schumann zeichnete weiter für die Kasse verantwortlich. Dem Verwaltungsrat gehörten Robert König, Klaus Hamsch, Hermann Herold, Renate Simmerl, Helmut Flügel, Ute Schmidt und Horst Strahlendorff an.

Beim Siedlerfest und der gleichzeitig stattfindenden feierlichen Übernahme der Patenschaft des Kinderspielplatzes Badstraße im Jahr 2004 – konnte der Siedlerverein auch den Landesvorsitzenden des Siedler- und Eigenheimerbundes Heinrich Rösl aus München begrüßen. Gleichzeitig wurden Ehrungen verdienter Mitglieder durchgeführt.

Johann Freudlsperger übernahm aufgrund des plötzlichen Ausscheidens des langjährigen Vorsitzenden Walter Herrmann im Jahr  2005 kommissarisch den Vorsitz.

Die Wahlen 2006 ergaben folgendes Ergebnis neuer Vorsitzender Jürgen Feist, Stellvertreter Johann Freudlsperger, Kassier Klaus Hamsch, Schriftführerin Beate Bühnemann. Hüttenwart Robert König und Vergnügungswart Renate Feist.

Der Siedlerverein erfreut sich seit Jahren der vielen Geselligkeiten wie Kaffeekränzl, Kappenabend, Ostereiersuchen, Hexenfeuer, Siedlerfest, Preisschafkopf, Martinszug oder auch die beliebte Weihnachtsfeier. Zahlreiche fleißige Helfer stehen zur Verfügung, dass die Veranstaltungen erfolgreich durchgeführt werden können. Dazu kommen die Karterabende am Sonntag und monatliche Aktivitäten der Siedlerhexen.

Im Jahr 2009 wurde die Bereichsversammlung für die Regierungsbezirke Oberfranken, Oberpfalz und Mittelfranken in Weißenstadt im neu gebauten Kurzentrum am Weißenstädter See durchgeführt. Mit viel Engagement sorgte der Siedler- und Eigenheimerverein Weißenstadt dafür, dass die Veranstaltung im Beisein der 2. Verbandsvorsitzenden Sybille Banner erfolgreich durchgeführt werden konnte.
Ehrensache, dass der heimische Verein mit zahlreichen Mitgliedern vertreten war. Zudem erhielt das langjährige Vereinsmitglied, unser Altbürgermeister Klaus Knies eine seltene Ehrung. Ihm wurde die Ehrenmünze des Landesverbandes für seine jahrelange Unterstützung der Ziele des Siedler- und Eigenheimerverbandes und natürlich vor allen unseres Vereines überreicht.

Bei den Wahlen im Jahr 2009 wurde dem Vorsitzenden Jürgen Feist als neuer Stellvertreter Rolf Rubner an die Seite gestellt. Heidrun Strahlendorff übernahm das Schriftführeramt, da in Hinblick auf unser Jubiläum Beate Bühnemann die Ausarbeitung der Chronik übernahm.
Zu den bisherigen Verwaltungsratsmitgliedern gesellten sich Michael Flügel und Alfred Bühnemann dazu. Weiterhin ist der Siedlerverein bestrebt sich den Belangen der Mitglieder zu widmen, das Vereinsgelände zu hegen und pflegen und die Mitglieder in das gesellige Vereinsleben einzubinden. Der Mitgliederstand ist auf 202 angewachsen. Bei den Wahlen in diesem Jubiläumsjahr konnten erfreulicherweise einige junge Mitglieder für die verantwortliche Vereinsarbeit gewonnen werden. So konnten Simone Scharff, Mario Wolf und Matthias Däumler in den Verwaltungsrat integriert werden und wurden mit offenen Armen aufgenommen.

 

Letzte Aktualisierung: Jahr 2009

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